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JA ICH WILL!

„Lange nichts mehr geschrieben!!!“ – schreit mir mein Gehirn unaufhörlich entgegen.

„Naja, ist ja auch viel passiert in den letzten Monaten!!!“ – schleudere ich ihm zurück.

„Gerade deswegen ist es doch notwendig.“ – antwortet es sanft.

Und ja, es hat natürlich Recht.

Sicherlich, es ist viel passiert, es hat sich viel verändert und ich hatte nicht viel Zeit, mich um meine Nadelzauberei, den Blog, Instagram, etc. zu kümmern.

„Keine Zeit“ ist ja manchmal (eigentlich oft)  auch eine Ausrede.

Früher habe ich meinen Patienten immer vorgerechnet, dass genug Zeit ist, um am Tag 10 Minuten ihre Übungen zu machen: 24 Stunden hat der Tag, 8 Stunden schläft man, 8 Stunden arbeitet man (naja, so grob jedenfalls) – bleiben 8 Stunden, in denen man den Haushalt macht, einkauft, isst, seinen Hobbies nachgeht, etc. Da ist doch genug Zeit, um 10 Minuten für seine Übungen „ abzuknapsen“, oder?

Oder, in meinem aktuellen Fall, mich um die Häkelei zu kümmern.

Nun, ich habe im letzten halben Jahr sowas wie eine Schaffenskrise gehabt. Viele Ideen, aber ich konnte mich nicht aufraffen, davon etwas um zu setzen. Auf meine Einhornklorollenhüte hatte ich auch irgendwie keine richtige Lust. Und was macht Frau da? Am besten gar nichts, so wie ich 😉

Naja, so ganz „gar nichts“ hab ich auch nicht gemacht.

Ich war letzten Sommer ein paar Tage im Bayerischen Wald, ein paar Tage in London und ich habe im Oktober meine Arbeitsstelle gewechselt. Das war schon ziemlich aufregend (zumindest die neue Stelle, den Bayerwald und London kenne ich ja schon ziemlich gut 🙂 ) und ich musste mich da auch erst mal rein finden, z.B. mich an die neuen Arbeitszeiten, die wechselnden Dienste, gewöhnen. Und ja, ich war danach in der ersten Zeit erst mal „platt“, wenn ich nach Hause kam. War auch sehr viel Input, den ich verarbeiten musste. Aber nichts desto trotz fühle ich mich sauwohl und habe es noch keine Sekunde bereut, dass ich eine neue Berufung gefunden habe.  Ich habe es allerdings auch ganz hervorragend getroffen,  habe ein großartiges Team um mich herum, das mich sehr liebevoll in seine „Familie“ aufgenommen hat – Danke nochmal an dieser Stelle!

Tja, und außerdem bin ich Anfang  dieses Jahres wieder Tante geworden.

Und genau das war der Anlass, mich mit der Frage zu beschäftigen: willst Du überhaupt noch häkeln?

Oder anders gesagt: ich habe, im Hinblick auf die Geburt meines Neffen, panisch festgestellt, dass ich ihm ja noch gar nichts gehäkelt habe. Also Häkelnadel raus, Wolle gesucht und eine Anleitung für eine Mütze hervor gekramt, die ich schon immer machen wollte (nicht von mir sondern von Tanjas Handarbeiten, gefunden auf crazypatterns.net).

Und wie ich da so sitze und häkele hab ich in mich hinein gehorcht: macht es mir noch Spaß, möchte ich meine Arbeiten weiter führen, Klorollenhüte herstellen und verkaufen? WILL ich weiter Dinge entwerfen und Anleitungen dafür schreiben, damit vielleicht der ein oder andere auch Freude daran hat? Oder empfinde ich das als Druck, dem ich mich nicht aussetzen möchte, weil ich eigentlich nur noch das machen will, was mir Spaß macht?

JA, ICH WILL! Ich habe noch einige angefangene Arbeiten, zum Teil Entwürfe, zu denen ich Häkelanleitungen schreiben möchte, zum anderen einfach Dinge, die für mich sind, wie z.B. einen Mantel im Granny Squares-Style, den ich gerne im Juni auf einer Hochzeit tragen möchte.

Fazit: ich habe diese Pause gebraucht (und seien wir mal ehrlich: macht nicht jeder große Künstler zwischendurch mal eine kreative Pause? Rockstars und so… 😉 ) und mag jetzt wieder los legen.

Ihr Lieben, das war ein langer Text, mit dem ich mich weder entschuldigen, noch um Absolution bitten möchte. Ich wollte Euch einfach nur davon erzählen und teilhaben lassen.

Wie ist das bei Euch? Habt ihr auch manchmal solche „Schaffenskrisen“, oder „Lustlosigkeiten“, egal in welchem Bereich?

Ich würde mich über Kommentare freuen.

Passt auf Euch auf und tut, was Euch Spaß macht!

Das Perfekte Dinner

Menü-Karte

Speisenfolge

Vor einiger Zeit hatte jemand aus unserem Freundeskreis die Idee, wir könnten ja auch mal „Das Perfekte Dinner“ veranstalten. Sprich: Zwei Paare, vier Personen, jeder kocht ein Dreigang-Menü.

Regeln: jeder muss sein Menü selbst zusammen stellen, für sein Menü alleine einkaufen gehen, es ohne Hilfe zubereiten.

Ganz wichtig: es darf nichts gekocht werden, was wir irgendwie schon mal für uns vier zubereitet hatten.

Bewertet wird das Essen und ein bisschen Deko/Ambiente.

Nun, ich koche gern, also war ich sofort bei der Idee dabei.

Ein Menü zusammen zu stellen ging mir auch recht gut von der Hand und wie es der Teufel will, war ich auch die erste „Gastgeberin“.

Ausgesucht hatte ich mir als Vorspeise ein Schinken-Käse-Mousse auf Friseesalat, die Hauptspeise sollte ein Schweinefilet im Blätterteig mit Zitronenbechamel-Soße werden und als Dessert hatte ich Oreo-Cheescake – eiskalt mit Couleur (sprich mit selbstgemachtem Vanilleeis und ein  bisschen farbiger Fruchtmus-Soße als Deko).

Ich habe versucht, bei meinem Menü darauf Rücksicht zu nehmen, was die anderen evtl. nicht mögen. Also kein Rind, kein Fisch, kein Wild, keine Pilze, etc.

Lustiger Weise bin ich wohl die Einzige, die das getan hat, denn in den anderen drei Gerichten kommt alles das vor, was ich gestrichen hatte, weil es irgendeiner wissentlich nicht mag.

Leute, ich sag euch eins: wenn ihr auf VOX seht, dass der Gastgeber des aktuellen Dinners an seinem Tag gegen Mittag mit einem kleinen Weidekorb bewaffnet fröhlich pfeifend zum Markt marschiert und dort die süßesten Orangen für sein Dinner kauft (und nebenbei auch noch die ganzen anderen Zutaten), dann ist das GELOGEN. Never ever macht man das am gleichen Tag, schon gar nicht wenn man ein paar Stunden später das Haus voller fremder Menschen nebst Kamerateam hat.

Ich war also Mittwochs ausgiebig einkaufen (so ausgiebig war es gar nicht, ich dachte, mich würde der Spaß mehr kosten) und hatte Freitags so richtig Bock darauf, mit den Vorbereitungen anzufangen.

Gesagt, getan. Zuerst wollten die Cheesecakes gemacht werden, weil die bis zum nächsten Tag in die Kühlung sollten. Ging ganz easy, sogar das passende Vanilleeis war schnell gemacjht und verschwand in der Kühltruhe.

Danach hab ich das Schinken-Käse-Mousse gemacht, welches noch durchziehen sollte. War auch recht schnell fertig, allerdings hat mich dabei das Abschmecken etwas aufgehalten. Irgendwie war ich nicht so schnell zufrieden gestellt – hat aber dann doch geklappt *g*

Dann habe ich, großkotzig, wie ich manchmal bin, gedacht: „mensch, Gudrun, irgendwie biste mit Deinem Menü ein bisschen unterfordert…“

10 Minuten später wurde ich eines Besseren belehrt. Ich bin schon kein großer Pfannkuchenbäcker, aber Crepes bringen mich zum Weinen

Die erste Fuhre war zu dick, zu zerrissen, zu angebrannt.

Beim zweiten Durchgang war es besser, da hab ich dann weniger auf schön rund geachtet, sondern nur auf DÜNN. Ich konnte ja den Rest weg schneiden (und ja, wir haben das dann später auch noch gegessen).

Pellkartoffeln habe ich auch noch gekocht und gepellt. Leider ist mir erst, als die Dinger schon kochten eingefallen, dass ich ja mal gucken könnte, ob es einen Trick gibt, wie man sie besser pellen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen. Klar gibt es einen Trick…aber dafür muss man die Kartoffeln VOR dem Kochen ringsum leicht einschneiden…naja, beim nächsten Mal…

Am Samstag war dann mein großer Tag und ich habe sofort morgens damit begonnen

NICHTS ZU TUN.

Ganz richtig. Ich hatte im Prinzip alles am Tag davor vorbereitet, was ich vorbereiten konnte.

Also erst mal frühstücken, irgendwann ein bisschen aufräumen, Staub wischen, aufsaugen und durchfeudeln.

Danach hab ich bis ca. 16:30 Uhr mit meiner Freundin im Hof gesessen und wir haben unseren Männern beim Roller-Basteln zugeschaut.

Ich war tiefenentspannt…das hat meine Gäste (die, die eh schon in unserem Hof rumwuselten) irgendwie nervös gemacht. Versteh ich gar nicht.

Als die dann weg waren bin ich zurück in die Küche, hab mich ums Gemüse gekümmert, das Fleisch fertig gemacht, die Käse-Schinken-Mousse auf die Crepes geschmiert und gerollt, den Salat gewaschen.

Dann kam die Tischdeko. Eigentlich hab ich jede Mange Deko zu Hause, aber irgendwie hat es ich dann doch wieder gepackt und ich hab ein bisschen was besorgt. Ganz frisch in grün und orange.

Als die Zeit gekommen war, hab ich das Fleisch angebraten, mit Speck umwickelt, in den Blätterteig gepackt und in den Ofen verfrachten. Die Soße habe ich dann auch noch vorbereitet.

Kurz bevor die Gäste kamen, wurde die Vorspeise fertig gemacht und quasi punktum serviert.

Danach lief alles wie von allein.

Alles in Allem bin ich sehr stolz darauf, dass ich alles in time auf den Tisch bekommen habe, so dass meine Gäste keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.

Das war zwar nicht mein erstes Dreigang-Menü, aber ansonsten koche ich in dieser Größenordnung zusammen mit meinem Mann. Wir arbeiten Hand in Hand und unterstützen uns gegenseitig.

Zur Bewertung musste ich dann raus gehen, ich bin gespannt, wie viele Punkte ich bekommen habe. Das wird allerdings erst ganz zum Schluss verraten, wenn alle ihr Dinner gekocht haben.

Kritikpunkte an meinem eigenen Essen habe ich natürlich auch. Ich fand die Möhrchen zu hart. Ich mag bissfestes Gemüse, aber die hätten noch ein wenig „gekonnt“. Dann wären aber Romanesco und Blumenkohl Matsch gewesen.

Die Zitronenbechamel-Soße hätte zitroniger sein können und das Fleisch ein kleines Bisschen saftiger. Aber das ist bei Blätterteig wohl so ein Problem…

 

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr schon mal so eine Dinner-Challenge im Freundeskreis gemacht? Wie hat es funktioniert?

 

 

Tischdeko

Tisch

Tischlein deck Dich

1. Gang

Schinken-Käse-Mousse

2. Gang

Schweinefilet im Blätterteig mit Zitronenbechamel

3. Gang

Oreo-Cheesecake

Stolz

Ich bin gerade unheimlich stolz auf meinen Mann.

Ab dem 01.03.2018 ist er selbständig im Bereich Socialmedia-Marketing und Web Design.

Er hat mir diese wunderbare Homepage gezaubert und dafür gesorgt, dass meine Produkte zur richtigen Zeit beworben werden. Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich von der richtigen Uhrzeit oder einer ausgewählten Zielgruppe abhängt, wie gut oder schlecht sich Dinge verkaufen lassen.

Sein Know How hat da tatsächlich vieles in die Wege geleitet.

Vielleicht schaut ihr ja mal rein bei ihm. Man sollte es nicht unterschätzen, wenn sich jemand mit etwas auskennt, das man bisher als eher unwichtig eingestuft hat.

 

www.livanimarketing.de

 

Das ist der Mann an meiner Seite und ich bin furchtbar stolz darauf, dass er alles in kürzester Zeit geschafft hat, was er sich vorgenommen hat.

Auch die ersten Kunden haben sich bereits eingefunden.

Das freut mich noch mehr.

Frank, Du bist großartig!

Genervt

Ich bin gerade sehr genervt davon, dass mich eine Bronchitis ereilt hat. Besonders deswegen, weil ich vor Kurzem von einer Grippe dahin gerafft worden bin.

Husten nervt, keine Luft kriegen nervt, müde sein nervt, nicht arbeiten können nervt, Kopfschmerzen nerven, Schmerzen im Brustkorb nerven.

Ich bin genervt davon, dass ich meine Kolleginnen und meine Patienten im Stich lasse.

Auch mit meiner Häkelei komme ich zur Zeit nicht weiter. Ich bin erschöpft und unkonzentriert, das bedeutet, ich kann beim Häkeln keine verlässlichen Notizen machen, aus denen ich dann später eine ordentliche Anleitung schreiben will.

Natürlich gibt es viele Menschen, denen es viel schlechter geht, aus welchen Gründen auch immer, aber das bedeutet nicht, dass ich mich nicht auch schlecht fühlen darf.

Ich hab einfach keine Lust mehr, krank zu sein.

Punkt.

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Demnächst hier:

Endlich nimmt meine Homepage Formen an und kann demnächst dann in voller Größe online gehen. Nicht mehr lange und ihr findet hier

  • von mir selbst geschriebene Häkel-Anleitungen
  • meine legendären Einhorn-Produkte
  • Tipps und Tricks für ein gutes Häkelergebnis
  • halt alles rund ums Häkeln
  • selbstgebackene und selbstverzierte Torten und Kuchen

Viele Spaß!

Gudrun Livani